Lifestyle
20.11.2016

Thanksgiving: Was steckt hinter dem Truthahnfest?

Derzeit feiern die Amerikaner Thanksgiving. Doch nicht nur die, auch viele Deutsche schließen sich der Tradition an. Wir erklären euch, was hinter dem Truthahn-Essen steckt und wie man richtig feiert!

Am 24.11. ist Thanksgiving. Ihr kennt das Fest aus zahlreichen US-Filmen und -Serien, fragt euch aber immer wieder, was eigentlich hinter dem Truthahn-Essen steckt? Wir klären euch auf!

 

Das allererste Thanksgiving

 

Das erste Thanksgiving begingen die Pilgerväter vermutlich 1621 in Plymouth Rock in Massachusetts. Der Legende nach hatten sie nach der Überfahrt aus England dort ihre Kolonie gegründet. Nach kurzer Zeit ging ihnen allerdings das Essen aus – und das kurz vor dem Winter! Hilfe bekamen sie von den Wampanoag-Indianern, die ihre Vorräte wieder auffüllten. Aus Dankbarkeit feierten dann alle zusammen ein Fest – und zwar drei Tage lang! 

 

Thanksgiving = Truthahn-Essen

 

Seit 1941 feiert man Thanksgiving am vierten Donnerstag im November. Es gilt als das wichtigste Familienfest der Amerikaner, das man traditionell mit einem großen Festessen am Donnerstagabend begeht. Dabei kommt bei den meisten ein großer, gefüllter Truthahn als Braten auf den Tisch – der Roasted Turkey. Die Familien bereiten den Vogel oft einen ganzen Tag lang zu, denn er muss sehr lange im Ofen schmoren, bis er perfekt ist. Dazu gibt’s Beilagen wie Kartoffelpüree mit Bratensoße, Süßkartoffeln, Cranberrysoße und Gemüse. Auch das Nationalgemüse Kürbis darf an Thanksgiving nicht fehlen! Als Nachtisch gibt es deswegen oft einen leckeren Pumpkin Pie, wahlweise auch Apple Pie.

Fun Fact: An Thanksgiving passieren dreimal so viele Küchenbrände wie an normalen Tagen. Wer so viele Gerichte gleichzeitig kocht, der vergisst schnell mal eins im Ofen – ups!

Thanksgiving läutet offiziell die amerikanische Holiday-Season ein. Und das Weihnachtsgeschäft: Denn auf den Feiertag folgt der Black Friday. An diesem Tag gewähren viele Shops Rabatte und Sonderangebote, was viele Amerikaner für das Besorgen von Weihnachtsgeschenken nutzen.

  

Kuriose Bräuche zu Thanksgiving

 

Neben dem Shoppen kennt man zahlreiche Thanksgiving-Bräuche. Einer dreht sich um den  sogenannten „Wishbone“. Dabei umfassen zwei Freiwillige das getrocknete Gabelbein des Truthahns mit dem kleinen Finger und müssen daran ziehen, bis es zerbricht. Wer dann das größere Stück in der Hand hält, hat einen Wunsch frei. 

Ein weiterer Brauch an dem Feiertag ist die „National Thanksgiving Turkey Presentation“. Zu dem Anlass bekommt der Präsident jedes Jahr einen Truthahn geschenkt – und zwar lebendig. Früher ging es dem armen Tier tatsächlich noch an den Kragen. Seit 1990 kommt er jedoch mit dem Leben davon: Der Präsident begnadigt ihn nämlich offiziell! Danach darf er zusammen mit den anderen verschonten Vögeln ein Leben im Walt Disney World Resort verbringen und sich dort bei der Thanksgiving-Parade präsentieren. Nochmal Glück gehabt!

Große Paraden kann man übrigens im ganzen Land bestaunen. Besonders spektakulär: die Macy’s Thanksgiving Parade in New York!

 

Thanksgiving in Deutschland

 

In Deutschland gibt es Thanksgiving als Feiertag nicht – hier kennt man stattdessen das Erntedankfest. Trotzdem feiern auch einige Deutsche mittlerweile gerne nach amerikanischer Tradition, mit Braten und allem drum und dran!

 

Allen, die heute Thanksgiving feiern, wünscht Vapiano ein tolles Fest und einen guten Appetit. Ein Tipp: Passt gut auf euren Ofen auf! 

Autor
Vapiano-Redaktion

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