Frische
20.03.2019

Wir lieben Schokolade: Süsse Warenkunde

Laut einer Studie von Lindt und Sprüngli verspeisen 35 Prozent der Deutschen mehrmals in der Woche Schokolade. Aber wie wird die beliebte Süssigkeit eigentlich hergestellt? Wir verraten es Ihnen.

Ganz egal ob als kleine Aufmerksamkeit, als Nervennahrung während der Prüfungsphase oder als Nascherei zwischendurch – Schokolade geht einfach immer. Wer es klassisch mag, greift zur Vollmilchschoki, wer es herber mag zur Zartbittertafel und für die Experimentierfreudigen darf es auch mal eine Kreation mit Chili sein. Mittlerweile sind die Schoko-Variationen zahlreich und bieten jeder Naschkatze eine Option.

Schokolade: Herkunft und Herstellung

Schon vor ungefähr 2500 Jahren galten Kakaobohnen bei den Maya als göttlich. Kein Wunder, oder? Hauptanbaugebiete der Bohnen sind heute Mittelamerika, Afrika und Südostasien. Dort wachsen die circa 20 Zentimeter langen Bohnen am Stamm des Kakaobaums. Sind die Bohnen geerntet, folgt der Fermentierungsprozess, bei dem sie für einige Tage in der Sonne liegen. Danach geht es ans Reinigen, Rösten und Mahlen. Während des Mahlens entstehen Kakaomasse sowie der sogenannte Presskuchen, der später zu Kakaopulver verarbeitet wird.

Schokolade besteht aus Kakaobutter und -pulver. Die ersten Schritte der Produktion sind das Walzen und Conchieren. Dabei wird die Schoki lange und bei geringer Wärme gerührt, bis sie flüssig ist. Je nach Sorte landen vorher noch etwas Milch, Zucker oder andere Zutaten wie Nüsse in der Schokomasse.

Von süss bis bitter: Unterschiedliche Sorten Schokolade

Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Sorten kurz einmal vor.

Süsser Favorit der Deutschen

Milchschokolade ist in Deutschland ganz klar die beliebteste Sorte. Kein Wunder, denn sie ist besonders süss und lecker! Neben Kakaomasse und Zucker enthält diese Sorte übrigens Milch oder Milchpulver, daher auch der Name.  

Für Muffins, Torten und andere Leckereien

Die Hobbybäcker unter Ihnen haben garantiert immer einen kleinen Vorrat an Kuvertüre im Küchenschrank, oder? Durch ihren hohen Anteil an Kakaobutter wird sie schnell flüssig und bekommt einen schicken Glanz, wenn sie wieder hart wird. Perfekt also um Kuchen, Kekse, Torten oder Pralinen zu verzieren. Aufgepasst: Erhitzt Kuvertüre immer nur über einem Wasserbad, nicht im Topf.

Dunkel und herb: Bitterschokolade

Wie der Name bereits vermuten lässt, schmeckt Bitterschokolade sehr ... bitter. Dabei gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto herber der Geschmack. Ab wann es sich genau um eine Bitterschokolade handelt ist nicht genau geklärt. Es lässt sich jedoch grob sagen, dass alle Schokoladen, die mehr als 60 Prozent Kakaoanteil haben, zur Bitterschokolade zählen. Zartbitterschokolade hat übrigens einen Anteil von ungefähr „nur“ 55 Prozent. Da in der bitteren Variante oftmals keine Milch enthalten ist, eignet sie sich bestens für Veganer oder Menschen mit Laktoseintoleranz.

Eigentlich gar keine Schoki: Weisse Schokolade

Wissen Sie eigentlich, woher weisse Schokolade ihre Farbe hat? Die hellen Tafeln enthalten keinen Kakao, sondern nur Kakaobutter und es fehlt somit der braune Farbgeber. Zucker, Milch und Vanillearoma sorgen für den extrasüssen Geschmack.

Schokolade: Fünf Fun Facts

Ein Trip nach Las Vegas lohnt sich nicht nur wegen der vielen Casinos. Im Eingang der Jean Philippe Pâtisserie im Hotel Bellagio steht nämlich der grösste Schokobrunnen der Welt. Und der ist ganze vier Meter hoch. Schoki für alle!


Hunde sollten auf gaaar keinen Fall Schokolade fressen. Warum? Den Vierbeinern fehlt ein Enzym, das verhindert, den in der Schokolade enthaltenen Stoff Theobromin abzubauen. Die Süssigkeit greift beim Verzehr direkt das Nervensystem der Hunde an. Also: Lieber bei herkömmlichen Leckerlis bleiben.


Bis ins 19. Jahrhundert gab es Schokolade in der Apotheke zu kaufen. Die Süssigkeit hatte lange Zeit den Ruf gesund zu machen.


4,4 Tonnen. So viel wog die grösste Schokolade der Welt. Diese wurde in Armenien hergestellt und ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen – zu Recht!


Japanische Frauen schenken zum Valentinstag nicht nur ihrem Partner eine Schachtel Pralinen. Obendrauf gibt’s für den Chef eine besonders hochwertige Packung, für „normale“ Kollegen hingegen nur eine „Giri-choko“, also „Pflichtschokolade“.

Wenn Sie jetzt Heisshunger auf Schokolade verspüren sollten, dann schnappen Sie sich doch einfach Ihre beste Freundin und kommen Sie auf ein leckeres Stück „Death by Chocolate“ bei Ihrem liebsten Vapiano vorbei.

Autor
VAPIANO

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