Frische
27.09.2017

Schwarz, grün, weiss – Teearten im Vergleich

We love Herbst! Auch, weil der Tee gleich doppelt gut schmeckt. Das nehmen wir zum Anlass, Sie über die gängigsten Teearten aufzuklären – plus Tipps zur Ziehzeit. Wir setzen dann mal Wasser auf...

Schwarzer Tee

 

Geschmack: von blumig über malzig bis nussig

Ziehzeit: drei bis fünf Minuten. Lasst ihr den Tee länger ziehen, schmeckt er bitter

Bekannte Teesorten: Darjeeling, Assam, Ceylon

Gut zu wissen: Auch in schwarzem Tee steckt Koffein – perfekt für einen frischen Start in den Tag!

Schwarzer Tee gehört ganz klar zu den beliebtesten Teearten und ist nach Wasser sogar das Getränk, welches auf der Welt am häufigsten getrunken wird. Früher galten die britischen Kolonien als Super-Exporteure – dort lagen nämlich die drei grossen Anbaugebiete: Darjeeling, Assam und Ceylon (heute Sri Lanka). Ganz richtig gelesen, diese drei Teesorten verdanken ihren Namen ihrem Anbaugebiet auf dem indischen Subkontinent. Für die Qualität dieser Teeart ist besonders die Höhe des Anbaugebietes entscheidend: Der Darjeeling gehört zu den wertvollsten Sorten, da er in bis zu 2000 Meter Höhe einen besonders intensiven Geschmack ausbildet. Hätten Sie es gewusst? Zu schwarzem Tee wird die Teeart erst durch die im Produktionsprozess eingebettete Fermentation, bei der gleichzeitig das Aroma intensiviert wird. Vor diesem Prozess handelt es sich noch um grünen Tee. Beide Teearten stammen nämlich von derselben Teepflanze.

Grüner Tee

 

Geschmack: herb bis süss

Ziehzeit: zwei Minuten, ein mehrfaches Aufgiessen des Teesatzes ist möglich

 

Teesorten: Sencha, Matcha, Gyokuro.

Gut zu wissen: Der Geschmack des

grünen Tees variiert je nach Ziehzeit und Wassertemperatur. Teekenner

empfehlen, das Wasser nach dem Kochen erst auf etwa 60-80 Grad abkühlen

zu lassen.

 

 

Ja – grüner und schwarzer Tee stammen tatsächlich von der gleichen Pflanze. Aber was unterscheidet die zwei Teearten? Im Gegensatz zum schwarzen Tee werden die Blätter, nachdem ihnen die Feuchtigkeit entzogen wurde, erneut erhitzt. Dadurch aktivieren sich pflanzliche Enzyme und sorgen dafür, dass der Tee seine grüne Farbe behält.
Die grössten Anbaugebiete dieser Teeart finden sich in China und Japan – hier hat die Zubereitung und das Konsumieren des Tees einen besonders hohen Stellenwert. Das mehrmalige Aufgiessen der Blätter feiert hier grosse Tradition.
Sie mögen es erfrischend? Grüner Tee eignet sich ebenfalls hervorragend für die Zubereitung von Eistee. Die Teeart dafür einfach kalt aufgiessen!

Weisser Tee

 

Geschmack: fein und leicht süsslich

Ziehzeit: zwei bis fünf Minuten, mehrere Aufgüsse sind möglich und unterscheiden sich im Geschmack

Teesorten: Silbernadeltee, Pai Mi Tan, Gong Mei und Shou Mei

Gut zu wissen: Wegen seines edlen Geschmacks war weisser Tee früher besonders beliebt bei den chinesischen Kaisern

Eine der edelsten Teearten ist weisser Tee. Das liegt nicht nur am Geschmack, sondern auch am aufwendigen Herstellungsverfahren: Sind die Knospen der Teepflanze reif genug, erntet man sie in China zwischen März und April. Allerdings sind für die Ernte nur geschlossene Knospen interessant. Optisch fallen diese besonders durch das „Pekoe“, einen silbrigen Flaum auf, welcher der Teeart ihren Namen verleiht. Nach dem Trocknen gilt es, die Ernte möglichst trocken zu halten und vor der Sonne zu schützen – das verstärkt das Aroma. Angebaut und geerntet wird weisser Tee ausschliesslich in China, in der Provinz Fujian.

Oolong

 

Geschmack: blumig

Ziehzeit: eine bis vier Minuten beim ersten Aufguss, beim zweiten Aufguss etwas mehr und beim dritten bis zu sieben Minuten

 

Teesorten: Oriental Beauty, Dong Ding Oolong, Tieguanyin, ...

Gut zu wissen: Der Name Oolong gibt nach wie vor Rätsel auf, denn es ist nicht

klar, ob damit ein Ort oder eine bestimmte Pflanze gemeint ist

 

 

Obwohl der erste Oolong, wie der weisse Tee, zunächst aus der Provinz Fujian stammte, baut man ihn heute auch in Taiwan, Vietnam und Thailand an. Die Zubereitung dieser Teeart ist komplex:
Die Teeblätter werden zunächst geerntet, getrocknet und dann fermentiert. Der Fermetationsprozess dauert etwas an, da die Blätter währenddessen immer wieder aufgeschüttelt werden. Danach rollen und reiben die Tee-Experten die Teeart, um Geschmack und Aroma zu verbessern. Doch damit nicht genug – der Tee ist erst dann zum Genuss bereit, wenn ein Oolong-Tee-Meister die Blätter begutachtet und als gut bewertet hat.

Wir hoffen, dass Sie Ihren Tee mit neugewonnenem Wissen ab sofort noch mehr schätzen. Übrigens: Auch im Vapiano haben wir an unserer Bar eine grosse Auswahl an Teearten- und Sorten für Sie.

Autor
Vapiano-Redaktion

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