Tricks & Tipps
12.06.2017

Sechs Profi-Tipps für eine gesunde Mittagspause

Wenig Zeit und viel zu tun? Umso wichtiger ist deine bewusst genutzte Mittagspause. Wir haben zwei Personal Trainerinnen gefragt, was uns hilft, um in der Mittagspause Energie zu tanken.


Svenja und Marleen von Greenbodycamp wissen worauf es ankommt, um die Mittagspause so zu nutzen, dass wir erholt und gestärkt in den Nachmittag starten. Hier sind ihre Tipps:



1. Was sollte die ideale Mittagspause enthalten, um fit und entspannt durch den Tag zu kommen?

Die ideale Mittagspause ist eine bewusste Pause. Nimm dir Zeit, dein Mittagessen zu genießen. Das Essen sollte nicht zu schwer im Magen liegen, sonst denkst du nur noch an einen Mittagschlaf.
Leckere, frische Zutaten versorgen dich mit ausreichend Energie, um danach gut gelaunt und gestärkt zurück an die Arbeit zu gehen. 

2. Ich habe nur eine halbe Stunde Mittagspause und könnte ja beim Essen am Rechner noch Mail checken – ist das effektiv oder unschlau? 


Pause heißt Pause! Also nimm dir die Zeit. Hände weg vom Rechner, absolutes Email- Verbot und weg vom Schreibtisch. Jetzt ist deine Zeit um kurz abzuschalten, bewusst zu essen und den Kopf frei zu bekommen. Vielleicht gehst du noch kurz raus, um einen Moment die frische Luft und ein bisschen Bewegung zu genießen. Danach bist du tausendmal produktiver und dazu noch viel entspannter.

3. Was sind die typischen ‚Fehler’ die wir in der Mittagspause machen?

1. Heißhunger: Wer sein Frühstück ausfallen lässt und mit leerem, Heißhunger geplagtem Kopf und Bauch in die Mittagspause geht, lässt sich eher vom Duft frisch frittierter Pommes verführen, als diejenigen, die morgens mit einem Frühstück in den Tag starten oder sich über den Vormittag hinweg mit kleinen Power-Snacks wie Nüssen, Trockenfrüchten oder Obst versorgen.

2. Unbewusste Mittagspause: Das Essen einfach beiläufig reinzustopfen und nebenbei weiter berufliche Emails checken oder die Facebook-Timeline studieren, führt nicht dazu, dass wir uns aktiv entspannen. Besser: Handy einfach am Schreibtisch lassen oder zur Seite legen und die Mittagspause nutzen, um Körper und Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

3. Fast Food: Die Pause ist kurz und fürs Mittagessen bleibt nicht viel Zeit - im wahrsten Sinne des Wortes muss Fast Food her. Schnell verbindet man damit häufig ungesundes Fast Food, doch es gibt tolle Alternativen zu fettigem und frittiertem, die genauso schnell serviert sind.

4. Essen wo wir arbeiten: Wir mögen die Trennung von Beruf und Privatleben, warum also nicht auch beim Essen? Such dir ein ruhiges Plätzchen. Bei gutem Wetter am besten draußen. Zusammen mit lieben Kollegen oder einfach mal alleine. In der Pause darf auch gerne über andere Dinge gesprochen werden als die Arbeit.



4. Meetingmarathon, die Kollegen wollen sich Essen bestellen – was bestelle ich am besten?

Super, im Internet gibt es eine riesige Auswahl toller Gerichte. Nach dem anstrengenden Meetingmarathon brauchst du etwas Leckeres zu Essen, was dich mit Energie versorgt und gute Laune macht. Bestell dir einen bunten, saisonalen Salat, der allein schon beim Hingucken Freude bereitet. Auch Couscous, Quinoa und Co, sowie Hülsenfrüchte, sind tolle Energielieferanten, die dich satt machen und dennoch nicht für ein unangenehmes Tief nach dem Essen sorgen. Hör auf deinen Bauch, worauf hast du Hunger? Und dann bestell es dir. Guten Appetit! 

5. Was ist euer Top-Tipp, um an einem stressigen Tag den Kopf frei zu bekommen und die Nackenmuskeln zu lockern?

Sport. Ordentlich auspowern bei einem Outdoor Workout. High Intensity Intervall Training mit und ohne Geräte, alleine oder mit anderen Workoutverrückten. Danach kannst du dich ausgiebig dehnen, Faszientraining machen oder auch einfach die Entspannung nach der Anspannung genießen. Bleib doch noch ein paar Minuten im Gras liegen, atme tief ein und nimm deinen eigenen Körper wahr. Nur wer ab und an mal Abstand zu seinem Beruf einnehmen kann und sich um sich selbst kümmert, ist am Ende des Tages wirklich gut, in dem was er tut. Beim Training ist man ganz bei sich und alles andere wird zur Nebensache.

6. Was passiert im Körper bei Stress und wie kann ich gegensteuern?

Stress hat einen schlechten Ruf in unserer heutigen Gesellschaft. Dabei macht er uns kurzweilig leistungsfähig und sorgt dafür, dass wir mit geschärften Sinnen eine bestimmte Situation bestehen können. Erst langfristig gesehen, wirkt sich Stress negativ auf unsere Gesundheit aus. Wenn du also das nächste Mal in eine stressige Situation gerätst, die Herzrasen und schwitzige Hände verursacht, denke dir: YEAH! Mein Kopf und Körper laufen gerade auf Höchstleistung, ich werde die Situation super meistern!
Finde heraus, welches deine persönlichen Säbelzahntiger sind und dann gibt es zwei Optionen: meiden oder zähmen. Ein gutes Stressmanagement ist das A & O: Nein-Sagen oder die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, können kleine Hacks sein, die sehr wirkungsvoll sind und das Stresspensum insgesamt senken.

 

Herzlichen Dank Svenja und Marleen für eure guten Tipps!

Autor
Vapiano Redaktion

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