Frische
11.05.2017

Rot und sauer: Alles Wissenswerte über Rhabarber

Frühlingszeit ist Rhabarber-Zeit! Aber woran erkennt man eigentlich frischen Rhabarber und warum sollte man ihn nicht roh essen? Diese und andere Fragen beantworten wir in unserer Warenkunde.



Sauer macht ja bekanntlich lustig – und kann außerdem ziemlich lecker sein! Das beste Beispiel: Rhabarber. Im Frühling ist er der absolute Liebling in vielen Küchen. Und das auch völlig zu Recht, denn Rhabarber ist sehr vielseitig. Wann die Rhabarber-Saison beginnt und welchem Irrglauben wir alle bisher aufgesessen sind, verraten wir in einer kleinen Warenkunde.

 


Wie, Rhabarber ist kein Obst?
Besonders beim Backen kommt Rhabarber oft zum Einsatz, denn das Gemüse verleiht mit seinem sauren Geschmack jedem Gebäck eine frische, saftige Note. Aber Moment: Gemüse? Ganz genau! Bei Rhabarber handelt es sich nämlich nicht um eine Obstsorte, sondern tatsächlich um ein Gemüse. Das Knöterichgewächs besticht aber nicht nur durch seinen säuerlichen Geschmack, sondern auch durch seine intensive Farbe. Merke: Je röter die Stange, desto weniger sauer ist der Rhabarber. Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Stange fest ist und leicht glänzt, dann ist der Rhabarber frisch. Und auch immer einen Blick auf die Enden werfen: Diese sollten nicht trocken sein.



Wann ist eigentlich Rhabarber-Saison?
Der Anbau von Rhabarber ist ziemlich aufwendig: Ab Januar spannen die Bauern Folie über das ganze Feld, so dass ein natürliches Treibhaus entsteht und der Rhabarber schneller wächst. Anfang März wird die Folie dann entfernt und gegen Ende März beginnt die Ernte, sobald die Stiele mindestens 25 Zentimeter lang sind. Von April bis Juni können dann alle Rhabarber-Fans zuschlagen und sich für die Off-Season vorbereiten, denn Rhabarber lässt sich auch bestens einfrieren. Frisch hält er sich eingewickelt in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank bis zu zehn Tage.



Ist Rhabarber tatsächlich giftig?
Immer wieder hört man, dass Rhabarber giftig sei und eine gefährliche Säure enthalte. Tatsächlich steckt in dem Gemüse im rohen Zustand sehr viel Oxalsäure, weshalb der Verzehr von rohem Rhabarber eher vermieden werden sollte. In gegartem Zustand ist der Säuregehalt allerdings so gering, dass er für gesunde Menschen keine Gefahr darstellt. In Kombination mit Milchprodukten wird die Oxalsäure außerdem durch das Kalzium neutralisiert und es kann sorgenfrei geschlemmt werden.

Autor
Vapiano Redaktion

top